Jeder von euch kennt doch dieses Spiel aus früheren Tagen, als das Leben noch unbeschwert war. Ein Zuckerschlecken quasi. Als wir unsere Eltern stundenlang im Auto mit “Ich packe in meinen Koffer…” in den Wahnsinn getrieben haben. Falls ihr diese tragenden Momente eurer Kindheit verdrängt habt oder das Spiel nicht kennt, hier findet Ihr eine kurze Anleitung dazu.

Aber zurück zum Thema. So oder so ähnlich kann man sich das „Planen“ einer Packliste für einen längeren Urlaub vorstellen. Man stöbert durch unzählige Packlisten von diversen Blogs, Foren, etc. und man findet immer wieder etwas, das man zu seiner eigenen Liste hinzufügt. Na gut, die Reihenfolge ist bei sowas egal und merken muss man sich auch nicht alles, aber trotzdem erinnert das Ganze an dieses eine Spiel aus unserer Kindheit.

Diese Reise wird unser bisher längstes Unterfangen, daher also umso wichtiger was mitkommt und was nicht. Glücklicherweise sind wir nicht die Ersten, die ein solches Abenteuer starten und werden auch nicht die Letzen sein. Unsere Packliste beinhaltet alles, was wir glauben unbedingt zu brauchen. Sprich, es wird definitiv ein Update dazu geben sobald wir wieder in Österreich sind und wir sind uns jetzt schon sicher, dass wir auf das eine vergessen haben und einiges vermutlich mal wieder gar nicht brauchen werden. Im Grunde genommen sollte es im übrigen auch egal sein, ob ihr nur 3 Wochen oder aber 3 Monate unterwegs seid. Wir packen in der Regel für etwa 10 Tage, danach müssen wir meistens ab zum Waschsalon. Das ist meistens übrigens überall günstiger als hier in Österreich. Wir zwei sind sogar meistens so faul, dass wir uns die Sachen kurz vor der Heimreise nochmal waschen lassen. Nichts Schlimmeres als nach Hause zu kommen und den ganzen Nachmittag Unterhosen oder Socken aufhängen zu müssen. Grundsätzlich schauen wir auch, dass wir nicht zuviel Gewicht mit uns herum schleppen. 

Es gibt ihn übrigens schon jahrelang. Den Mythos der perfekten, ultimativen Packliste. Wir meinen, eine solche ist ein Fabelwesen, wie ein Einhorn- oder wenn man ganz modern ist ein Ahorn- und man sucht sein ganzes Leben vergeblich danach. Jeder hat eine andere Vorstellung von DER Packliste und was diese beinhalten soll/muss. Wir haben unsere über die letzen Jahre für unsere Zwecke recht gut optimiert und eventuell können wir euch ein bisschen bei der Erstellung eurer eigenen Packliste unterstützen.

Also lasst uns die Koffer, äh Rucksäcke packen.

Nachstehend seht ihr unsere Packliste. Also alles was wirklich mitkommt. Die Inhalte können durchs klicken auf das (+) bzw. (-) Symbol aus- bzw. einklappt werden.

Die Grundlage für erfolgreiches Reisen ist natürlich ein passenders Reisegepäck. Bei längeren Reisen greifen wir da immer auf unseren Rucksack zurück. Bei Reisen, wo wir nicht oft den Stützpunkt wechseln lieben wir auch unsere Travelbags, die wir in verschiedenen Größen haben.

Bei der kommenden Reise kommt aber klarerweise nur der Rucksack in Frage. Einfach super praktisch um sein Hab und Gut von A nach B zu bewegen. Beim Kauf eines solchen Rucksacks empfehlen wir jedem in einen Fachhandel zu gehen und den Rucksack vor dem Kauf Probe zu tragen – vorzugsweise mit Gewicht. Der Rucksack muss nämlich vernünftig am Rücken bzw. auf der Hüfte sitzen. Ansonsten kann das Reisen schnell mal zur Qual werden.

Zusätzlich zu unseren mobilen Kleiderschränken, hat jeder von uns auch einen Tagesrucksack mit. Diese werden hauptsächlich dafür genutzt die ganze Technik /Wertgegenstände unterwegs aufzubewahren. Beide Tagesrucksäcke sind relativ robust, nicht allzu groß und überleben auch den ein oder anderen kleinen Regenschauer. 

  • Melanie: Patagonia Arbor 26L + Regenhülle von Northland; passt genug rein für 1 oder 2-Tagestouren
  • Bernhard: Patagonia Black Hole 32L – etwas teuer, aber dafür überlebt die Technik auch sämtliche Regenschauer – plus er sieht mega aus und ist seitlich zugänglich.

Das Chaos breitet sich bei uns immer recht schnell aus. Damit zumindest augenscheinlich ein bisschen Ordnung im Rucksack herrscht und das Chaos überschaubar bleibt, schwören wir auf Packtaschen bzw. Packsäcke zu geben. 

  • Packtaschen/Packwürfel von amazon.de – eine günstigere Alternative dazu gibt es bei Ikea und trägt den klingenden Namen UPPTÄCKA.
  • Komprimierbare Packsäcke für Unterwäsche und Kleinzeug – z.B. hier als wasserdichte Variante von Sea to Summit. Wir bevorzugen die nicht wasserdichten, da diese einfach dünner sind. 
  • Zipp-Beutel von DM – verhindern das Auslaufen von Flüssigkeiten und unumgänglich für den Flug.

Was habe ich also für den ersten Teil des Trips mit? Der erste Teil besteht weniger aus Tauchen und Schwimmen und mehr aus wandern und Adventure, das merkt man auch meiner Garderobe an. Die ist diesmal viel funktionaler, als sonst, aber zum Glück musste ich nicht mehr viel kaufen, das meiste hatte ich schon. In meinen Packbeuteln befinden sich:

  • 1 Sweater
  • 1 Fleecejacke
  • 1 Daunenjacke (komprimierbar und super praktisch)
  • 1 Regenjacke
  • 10 T-Shirts/Tanktops (davon 1 3/4 Shirt)
  • 1 Jeans
  • 1 dünne lange Hose
  • 1 Wanderhose
  • 3 Shorts
  • 1 Pyjamahose
  • 1 Kleid
  • 10x Unterwäsche
  • 7 Paar Socken
  • 3 BH’s, 2 Sport BH’s
  • 1 Legging
  • 2 Sportshorts
  • 1 Paar Salomon Trekkingschuhe (nur, wenn wir wirklich was vorhaben, sonst bleiben die daheim und werden durch normale Laufschuhe ersetzt)
  • 1 Paar Laufschuhe (fest vorgenommen laufen zu gehen, ansonsten müsste ich mich zwischen den Trekking- oder den Laufschuhen entscheiden!)
  • 1 Paar Sneaker (Converse Chucks, die passen einfach immer)
  • 1 Paar Teva Original (alternativ gehen auch einfach Flip Flops)
  • 1 Buff Multifunktionstuch
  • 1 Stirnband
  • 1 Haube
  • 1 Tuch
  • 2 Bikinis

Was sonst noch so im Rucksack ist?
Gymnastikbänder, meine Springschnur, und allerhand Schnickschnack was Technik und andere Helferlein betrifft. Das könnt ihr weiter unten nachlesen!

Der wird bei mir normal immer schwer, aber diesmal habe ich wirklich versucht, mich aufs Notwendigste zu beschränken:

  • Zahnbürste und Zahnpasta
  • Shampoo, Conditioner, Seife- Ich liebe es, alles in fester Form bei mir zu haben. Man kommt länger damit aus, nichts kann auslaufen und weniger Platz braucht das Ganze auch. Feste Shampoos und Conditioner gibt es online oder z.B. bei Lush Cosmetics.
  • Deo
  • Gesichtscreme und Bodylotion- ebenfalls in fester Form.
  • Rasierer
  • Haargummis
  • Haarbürste- Tangle Teezer
  • Miniglätteisen- Ok, das muss wirklich nicht sein, aber wer mich schon mal morgens mit frisch gewaschenen Haaren gesehen hat, versteht mich.
  • Tampons
  • Wattestäbchen
  • Rasierer
  • Schminkzeugs- hier wirklich nur das Nötigste (ohne Wimperntusche=Nacktmull)!
  • Microfaserhandtuch

Hier meine Packliste für 3.5 Monate Südamerika im Winter. Update: Glücklicherweise habe mich für etwas wärmere Sachen im Allgemeinen entschieden und es war eine absolut richtige Entscheidung.

Obenherum:

  • 5 T-Shirts (alle eher dunkel gehalten, dann brauch man sich nicht soviel Sorgen beim Waschen machen)
  • 1 Leinenhemd
  • 1 Pullover
  • 1 Fleece Jacke
  • 1 Daunenjacke – Update nach 3 Wochen: Prädikat Unverzichtbar
  • 1 Regenjacke
  • 2 Sportleiberl
  • 1 langes Funktionsunterleiberl

Untenherum:

  • 1 Jean
  • 1 Chino
  • 1 Wanderhose (noch kurzfristig in Linz gekauft – Fjallraven Nils)
  • 2 kurze Hosen
  • 2 kurze Sporthosen
  • 1 lange Funktionshose
  • 1 Badehose

Schuhe:

Unterwäsche:

  • 5 hohe Socken
  • 5 Sneaker Socken
  • 10 Unterhosen

Kopfbedeckung

Ich habe mich auf das Nötigste beschränkt und damit fällt mein Kulturbeutel relativ leicht aus.

  • Ultraschallzahnbürste (leicht und Akku hält ewig)
  • 1 Zahnpaste
  • 1 Seife (Duschen)
  • 1 Head&Shoulders Shampoo
  • 1 Rasierer + 2 Ersatzklingen
  • 1 Deo RollOn
  • 1 Packung Wattestäbchen
  • 1 Sonnencreme – fast das Wichtigste für mich, bin quasi ein Albino und verglühe sonst
  • 1 Microfaserhandtuch

Damit unsere “Abenteuer” auch dokumentiert werden können, Melanie unterwegs was zu tun hat und damit es auf unserem Blog nicht allzu langweilig wird, darf es natürlich an entsprechender Technik für Foto und Film nicht fehlen.

Notebooks

Nachdem Bernhard schon ein Macbook Pro besitzt, das sich perfekt zur Foto- und Videobearbeitung eignet, jenes von Melanie aber ein älteres Modell und demnach einfach viel zu schwer ist, haben wir uns auf die Suche nach einem zweiten Notebook gemacht! Am liebsten wäre uns natürlich ein weiteres Macbook gewesen, jedoch sind diese Teile nun mal nicht billig und leider im Moment nicht in unserem Budget. Daher haben wir uns dazu entschieden stattdessen ein kompaktes und ausreichend leistungsstarkes Notebook zu besorgen.

Kamera / Foto

Nach langem Hin und Her, haben wir (in Wirklichkeit Mel) endlich den Schritt gewagt und sind von einer Spiegelreflexkamera auf eine spiegellose Systemkamera gewechselt. Wenn schon denn schon dachten wir uns und haben dann unser gesamtes Kameraequipment verkauft, um von Canon auf Fujifilm umzusteigen.

Unser neuestes Spielzeug-Set besteht also aus:

und dazu folgende Objektive:

  • Zubehör:
    • Pantona Akku – Zusatzakkus damit der Saft nicht ausgeht
    • SanDisk Extreme Plus 32GB – SD Speicherkarten mit guter Schreib-/Lesegeschwindigkeit (TIPP: lieber 2-3 kleine SD-Karten anstatt eine Einzige mit viel Speicher – falls mal was kaputt geht, oder abhanden kommt hat man im besten Fall nicht alle Bilder auf einer Karte, wäre ja schade drum)
    • Joby Gorillapod mit Kugelkopf – unser Stativ der Wahl, denn es ist leicht, kompakt und flexibel
    • Crumpler Kameratasche – Inlet, damit hat alles seine Ordnung im Rucksack und es kann vom Rucksack in die Handtasche. Alternativ können wir euch den faltbaren Crumpler Rucksack ans Herz legen. Den könnt ihr wie eine normale Kameratasche tragen, braucht ihr mehr Platz, könnt ihr einen Rucksack draus machen. Einfach super praktisch und bei uns vor allem bei Städtetrips meistens dabei. 
    • diverse Filter – mehr dazu auf der Technikseite
Video

Never change a running System – Nach diesem Motto bekam Bernhard nach einer GoPro Hero3 silver und einer GoPro Hero3+ Black eine Hero5 und jede Menge Zubehör von seinen Freunden und der Arbeitsgruppe zum Studienabschluss geschenkt.

 

Sonstiges nützliches Technik Equipment

last but not least – unsere mobile Bibliothek

Natürlich denkt niemand gerne schon im Voraus darüber nach auf seiner Reise krank zu werden. Aber sollte der Fall der Fälle eintreffen, so sind wir mit unserer Reiseapotheke gewappnet, zumindest gegen die bekanntesten Wehwehchen.Wenn ihr mehr über eure Gesundheitsvorsorge lesen wollt, dann schaut mal hier nach. 

Man muss nicht immer die ganze Packung mitnehmen. Aber es empfiehlt sich die Verpackung bzw. den Beipackzettel abzufotografieren, damit man im Zweifelsfall immer nachsehen kann.

Mücken/Malaria
Magen/Darm
  • Iberogast – pflanzliches Arzneimittel bei Magen-Darm-Erkrankungen
  • Elotrans – Behandlung von Dehydration (Elektrolytlösung)
  • Loperamid-ratiopharm akut – gegen Durchfall
  • Vertirosan Vitamin B6 – bei Reisekrankheit (Übelkeit)
  • Buscopan – krampflösend; gegen Bauchschmerzen
Schmerzen/Fieber
  • Aspirin complex – gegen Kopfschmerzen, Schnupfen
  • ratioDolor (Ibuprofen) – fiebersenkende und entzündungshemmende Filmtabletten
  • Nurofen express (Ibuprofen) – schnellwirkend gegen Kopfschmerzen
  • Tantum Verde – gegen Halsschmerzen
  • Grippostad (Paracetamol) – gegen Fieber und Schmerzen
Wunden/Entzündungen etc.
Sonstiges

In dieser Sektion listen wir Sachen auf, die wir persönlich als sehr nützlich finden und deswegen nicht auf unserer Weltreise missen wollen. Einiges davon nennen wir “nützlich”, einfach nur, damit wir einen Grund haben, es mitnehmen zu dürfen. 😉 

Sicherheit / Wertgegenstände
  • Pacsafe Travelsafe GII 12L – Haben wir durch Internetrecherche gefunden und wie die meisten, können auch wir das Teil jedem empfehlen, besonders praktisch in Hostels mit Mehrbettzimmer da man seine Wertsachen einfach “absperren” kann und nicht immer mitnehmen muss. Es passen sogar beide Laptops locker rein. Ein absolutes Must-Have.
  • DIY BH-Stash von Mel – relativ einfach selbst zu machen, wer sich das nicht zutraut wird hier fündig.
  • Zahlenschloss – wir haben uns für eines mit langem Bügel entschieden
für Regen / Schlechtwetter
für den Alltag
  • 2x Ticket to the Moon Hängematten single + Befestigungskit, eine davon haben wir in unserem Indonesienurlaub erstanden, die andere hat Melanie ebenfalls zum Abschluss geschenkt bekommen. Nehmen wenig Platz weg und können auch als Decke, Sitzuntergrund etc. verwendet werden. Leicht und sehr robust. 
  • Reisewäscheleine
  • Drybag 10L – Souvenir aus Indonesien und seitdem auf jedem Trip dabei. Perfekt zum Schützen der Wertsachen, wasserdicht, flexibel, und vor allem sandfrei! 
  • Reisetauchsieder
  • Taschenmesser
  • faltbare Lunchbox und Trinkbecher
  • Göffel – praktische Mischung aus Gabel und Löffel
  • Seidenschlafsack-Inlet – falls das Bett mal nicht so appetitlich scheint, kann für ein paar Euro auf ebay gekauft werden (hier von amazon.de falls es kurzfristig ist, denn die Lieferzeit auf ebay kann schon mal mehrere Wochen betragen)
  • Ohrstöpsel
  • Zeige Wörterbuch – Ohne-Wörter-Buch 🙂 Perfekt für Reisen in Länder, deren Sprache man nicht spricht oder z.B. nicht mal lesen kann! 
  • stabiles Notizbuch von Leuchturm – unverzichtbar für uns, da wir gerne mal was notieren
  • Sonnenbrillen 

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